USA: ESTA und Einreisebestimmungen

USA Reisen

Auch wenn ich schon dreimal in den USA war, das Land ist so groß, dass immer noch Reiseziele auf meiner Wunschliste stehen. Die Natur- und Nationalparks sind einfach unglaublich groß und Montana hat mir persönlich so gut gefallen, dass ich am liebsten nochmal länger hinreisen würde. Außerdem war ich noch nie in Yosemite, oder am Grand Canyon, Colorado im Winter wäre auch eine ganz besondere Reise und Washington State (Seattle und der Olympic Nationalpark) würde ich auch gerne erkunden. Und dann wären da noch die heißen Quellen von Idaho… ihr seht, Ziele gäbe es genug, selbst wenn man die Attraktion der Großstädte ausser Acht lässt.

Rund ums ESTA

ESTA steht für Electronic System for Travel Authorization und ist somit eine erweiterte Sicherheitsüberprüfung für alle USA-Reisende aus Ländern, die am Visumfreien Reisen (VWA) teilnehmen. Kurzum: wenn du aus Österreich oder Deutschland kommst, brauchst du eins.

Nur mit ESTA darf man die Reise antreten, wer keins hat, darf gar nicht ins Flugzeug steigen und abfliegen. Man sollte es also rechtzeitig vor der Reise beantragen und die Gültigkeitsdauer beachten.  Das ESTA hat übrigens nichts damit zu tun, was die amerikanische Zoll- und Grenzschutzbehörde sagt. Die ist es nämlich, die einen schlussendlich ins Land lässt am Zielflughafen.

Brauche ich das ESTA auch wenn ich in den USA nur umsteige, zB nach Mittelamerika?
Ja! Auch sogenannte Transit Stops erfordern ein gültiges ESTA.

Wenn ich letztes Jahr in den USA war, brauche ich dann ein neues?
Nein, ein erfolgreicher ESTA-Antrag bleibt 2 Jahre gültig und kann mehrfach verwendet werden (Achtung auf die Einreisebestimmungen als Tourist und die erlaubte Aufenthaltsdauer!)

Wie beantrage ich das ESTA?
Man sollte es mindestens 72 Tage vor der Einreise beantragen und es ist gültig für maximal 90 Tage (Touristenvisum USA). Allerdings kann man damit auch noch das Jahr danach einreisen, denn ein ESTA ist grundsätzlich zwei Jahre gültig. Das ESTA kostet 14 USD wenn man es  selbst ausfüllt und beantragt, das ist übrigens in mehreren Sprachen möglich.

Zu mühsam? 

Das Formular und die diversen Bestätigungen, die man abgeben muss, können für weniger geübte Reisende oder weniger online affine etwas überwältigend sein. Alternativ kann man online auch andere Organisationen beauftragen den ESTA-Antrag für einen zu erledigen. Diese kosten meistens zwischen 35-74 US-Dollar mehr und übernehmen dafür die Antragsstellung. Beispielweise: estas.de, wo dann alles (auf Deutsch) abgewickelt wird. Auf der Website werden auch diverse Fragen geklärt, zB wie lange so ein Antrag dauert oder warum Anträge abgelehnt werden.

Um die erste Frage gleich vorweg zu nehmen: es kann, wenn alles gut geht in ein paar Minuten durchgehen. Allerdings sollte an ihn wirklich allerspätestens drei Tage vor der Abreise stellen. Dann ist aber auch schon wirklich höchste Eisenbahn! Kostenpunkt sind hier übrigens 74 US-Dollar – das heißt man zahlt 50 USD an die Website für ihr Service. Das sollte man vorher wissen, um sich nachher nicht zu ärgern. Bei einer Antragsablehnung bekommt man aber immerhin laut Website 100% rückerstattet.

Ausdrucken! Am besten druckt man sich das bestätigte ESTA das auch noch aus, just in case. Auch wenn jeder Antrag eine individuelle Nummer bekommt und damit zugeordnet werden kann… sicher ist sicher und manchmal hilft ein Zettel dann doch schneller und effektiver, sollte es Probleme geben am Flughafen.

Tipp für die Einreise: Bei der eigentlichen Einreise sollte man sich auf grimmige Gesichter und eine unangenehme Stimmung gefasst machen. Scherze sind hier absolut fehl am Platz und das sollte man besser auch nicht ausprobieren. Ich wurde einmal fünf Minuten lang mit der Frage warum ich so geflogen bin gelöchert und war schon recht verzweifelt. Der Flug ging damals über Warschau (Polen) und ich habe immer wieder wiederholt, dass eben der Flug so ging, das ich den Zwischenstop nicht bewusst ausgewählt hatte. Alles was der Beamte eigentlich hören wollte war: weil es der günstigste Flug … sobald ich das erwähnt hatte, war die Sache erledigt und ich durfte einreisen.

 

 

Written By
More from Lea

Träumen im ufogel

Manche Hotels bleiben in besonderer Erinnerung. Das ufogel bei Lienz, Osttirol, ist einer...
Read More

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.