Glamping in Yellowstone

Für viele hier ist es eine einzige Nacht im Zelt bevor die Reise weitergeht in den Yellowstone Nationalpark. Für uns ist es der Auftakt zu einer Campingwoche. Und was für einer.

Zehn Minuten westlich von der kleinen Ortschaft West Yellowstone gelegen befindet sich eine Zeltstadt „Yellowstone under canvas“. Beim Check-In unterschreiben wir die fast schon übliche Release-Form in Amerika. Wenn wir das Zelt abfackeln, sind nicht sie schuld und wer Essen mit ins Zelt bringt und dabei erwischt wird, zahlt 100 USD Strafe. Auch hier versucht man sich gegen Bären zu schützen.

Im Golfcart zum Zelt 

Wir verladen das Gepäck vom Auto in ein Golfcart und brettern den Feldweg entlang. Das vierte nach den WC-Anlagen und Duschen ist unserer. Das vierte. Ich versuche es mir zu merken, denn Nummern haben die Zelte keine und Schlösser sind auch keine angebracht. Braucht man auch nicht. Vor dem Zelt wartet ein kleiner Holzstapel auf uns, für das abendliche Feuer in dem kleinen Ofen, der das Zelt beheizen soll. Bei um die 0 Grad in der Nacht, keine schlechte Idee. Und romantisch obendrein.

Den Abend verbringen wir am Fluss in der Nähe. Endlich beissen die Fische, so viel wie noch nirgends in Montana. Einer nach dem anderen, es macht richtig Spaß. Auch mir! Das Wasser ist glasklar und immer wieder blitzen die hellen Äschen „Whitefish“ unter den Felsen hervor. Und beissen. Immer und immer wieder.

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Als es dunkel wird verkriechen wir uns nach einer kurzen, heißen Dusche ins Zelt. Kurz, weil man während dem Duschen an einer Schnur ziehen muss um das Wasser aufzudrehen. So wird zwar kein Wasser verschwendet, richtig entspannt eincremen und abduschen funktioniert aber auch nicht. Halb so schlimm, Hauptsache warm und dann auch sauber.

Kurz nachdem wir uns unter der Bettdecke verkrochen haben und das Feuer gemütlich im Ofen knistert zieht ein Sturm auf. Erst regnet es kurz dann weht der Wind auf die Zeltwände. Alles wackelt und mit einem Schub steht das ganze Zelt im Rauch. Durch den Druck geht der gesamte Rauch statt nach außen nach innen. Gut, dass wir noch wach sind und die brennenden Scheiter auslöschen können. Das wars also mit der Ofen-Romantik. Aber der Lagerfeuergeruch bleibt, auch als Souvenir im Gepäck.

Die Nacht im Bett ist dank dicker Decken auch ohne Feuer schön warm und morgens die Stimmung in der Zeltstadt märchenhaft schön.

Gleich tanzen ein paar Elfen vorbei.

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Nützliche Reisenotizen:

  • Es gibt verschiedene Kategorien, ein Safari Tent mit King Size Doppelbett kostet ab 215 USD die Nacht. Die absolute Luxus-Suite gibt’s um 400 USD.
  • Es wurden keine Fische verletzt oder verzehrt im Zuge der Recherche.
  • Die Duschanlagen mit Klos sind supersauber und es gibt Handtücher zum Ausborgen. Frühstück ist keins dabei. Im Hauptgebäude gibt es aber ein Restaurant, alternativ sind es nur 10 Minuten in den Ort, wo zB ein Mexikaner ganz gut kocht. Wlan gibt es im Hauptgebäude oder beim McDonalds in West Yellowstone.
  • Beim Hauptgebäude gäbe es einen Hot Pool. Uns war der zu weit weg vom Zelt.
  • Bei Wind kein Feuer machen. Hart aber besser so.
  • Website: www.mtundercanvas.com

 

Der Montana & Oregon Roadtrip wurde von diversen Partnern unterstützt. Alle Eindrücke und Meinungen blieben wie immer meine eigenen. 

 

 

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