Innsbrucker Klettersteig: Gratwanderung über der Stadt

Als ich das erste Mal in der Wiese auf der Seegrube saß, war die Aussicht so schön und die Gespräche so vertieft, dass wir fast die letzte Seilbahn nach unten verpasst hätten. Mit uns hätten sie zwei schwer beladene Kletterer verpasst, die vermutlich noch dankbarer waren als wir, als der Herr von den Nordketten-Bahnen uns doch noch in die Kabine gewunken hat. Es war ein Ehepaar um die 40 und sie kamen vom Innsbrucker Klettersteig, der am Grat entlang führt. Beeindruckt lauschte ich ihrer Geschichte und studierte die Klettergurte und Karabiner. Ob ich so etwas je machen würde?

Innsbrucker Klettersteig auf der Nordkette im Karwendel Gebirge

Und wie! Ziemlich genau ein Jahr später war ich selbst zum ersten Mal auf dem Klettersteig unterwegs. Eine richtig schöne und technisch leichte, aber lange Tour. Deswegen war ich dieses Jahr gleich nochmals. Und es wird bestimmt nicht das letzte sein. 

Zum Einstieg beim Hafelekar.
Zum Einstieg beim Hafelekar.

 

Los geht's über Klammen senkrecht nach oben.
Los geht’s über Klammen senkrecht nach oben.

Der Einstieg in den Klettersteig liegt nur wenige Minuten von der Bergstation am Hafelekar entfernt. Die Ausrüstung (vor allem den Helm) legt man am besten schon einige Meter vorher an, die Wand ist steil und Steine lockern sich schnell mal.  Und dann kann’s losgehen! 

 

Mal am Mal ohne Seil geht es insgesamt fast 3 Stunden über die Gipfel.
Mal am Mal ohne Seil geht es insgesamt fast 3 Stunden über die Gipfel.

 

Meist ist der Weg gut versichert…
Meist ist der Weg gut versichert…

 

Der Klettersteig ist nicht schwer, steil bergab geht es trotzdem.
Der Klettersteig ist nicht schwer, steil bergab geht es trotzdem.
Spektakuläre Foto-Stelle mit Karwendelgebirge im Hintergrund.
Spektakuläre Foto-Stelle mit Karwendelgebirge im Hintergrund.
Die kleine Hängebrücke am Weg.
Die kleine Hängebrücke am Weg.
Unzählige kleine Gipfel müssen überquert werden.
Unzählige kleine Gipfel müssen überquert werden.
Sogar die Schafe klettern so weit hinauf.
Sogar die Schafe klettern so weit hinauf.
Das letzte Stück zum langen Sattel.
Das letzte Stück zum langen Sattel.
Schuhe ausziehen, und mit Blick auf die Stadt einen Radler genießen. So soll's sein!
Seegrube: Schuhe ausziehen, und mit Blick auf die Stadt einen Radler genießen. So soll’s sein!

Tourdetails Innsbrucker Klettersteig

Von Innsbruck aus aufs Hafelekar (Hungerburgbahn oder Bus J bis Hungerburg, Seilbahn bis zur Seegrube, Umsteigen in die Seilbahn auf’s Hafelekar auf 2269m), Einstieg hinter dem Geier Wally Häuschen. Mehr Infos zum Klettersteig gibt’s zum Beispiel auf der Seite der Nordkettenbahnen oder hier, Schwierigkeitsgrad: B/C.

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Fotos: Renè Kommer und Lea Hajner, 2012 und 2013.

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4 Comments

  • Obwohl ich ein kleiner Angsthase bin, würde mich so eine Klettertour in Innsbruck schon mal reizen. Vor allem wenn ich die schönen Fotos sehe, die Aussicht ist echt atemberaubend! Auch der Adrenalinkick wenn man während des Kletterns einen Blick Richtung Tal wirft würde mich ziemlich reizen. :) Würdet ihr mir empfehlen, vorher in der Kletterhalle zu trainieren oder kann ich im Sommer auch einfach spontan einen Trip ins Blaue machen und „drauf los klettern“ ? :D
    Sollte man da vorher nicht etwas trainiert haben?
    Schöne Grüße, Julia

    • Hi Julia,

      na, ich bin sicher auf deiner Website findet sich die eine oder andere Reise, die geeignet ist zum Trainieren… „Einfach drauf losklettern“ sollte man natürlich nicht.

      lg,
      Lea

  • Hallo Julia,
    sehr schöner Bericht über den Innsbrucker Klettersteig.
    Das mach Lust auf mehr.
    Tolle Bilder und viel Inspiration.
    Diesen Klettersteig möchte ich auch noch machen.
    Vielleicht geht es sich diesen Sommer noch aus :-)
    Ganz liebe Grüße vom Bodensee
    Sabine von moosbrugger-climbing.com

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