Die Jagdhausalmen in Osttirol

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Kurz bevor das Defereggen Tal endet und es über den Staller Sattel ins Südtiroler Antholztal geht, biegt rechts das Arvental weg. Das Arvental hat eine kuriose sprachliche Herkunft, denn früher nannte man in Osttirol die jungen Murmeltiere „Affalan“ – also Affen. Naheliegend für alle, die schon einmal welche beobachtet haben. Auch interessant: männliche Murmeltiere sind die Bären, weibliche die Katzen.  Nun denn, irgendwann wurde es das Affental. Das wiederum wurde für den Tourismus zum Arvental.

Klang eben besser.

Im wunderschönen Arvental stehen die ältesten Almen Österreichs. Die Häuser auf der Jagdhaus Alm datieren auf 1212 zurück und werden seit jeher jeden Sommer von drei Sennern bewohnt, die auf über 300 Galtvieh (junge Milchkühe) auf Sommerfrische aufpassen. Die 16 steingemauerten Häusern gehört seit dem 16. Jahrhundert Bauern aus Südtirol und auch heute noch kommt das Vieh im Sommer von dort über das Klammljoch (2.300m) auf die Alm.

Wunderschönes Arvental.
Wunderschönes Arvental.

Eine der vier bewohnten Almhütten ist eine Jausenstation, die allerdings erst aufmacht, wenn die Kühe auch da sind. Mit dem e-Bike sind es von St. Jakob 2-1.5h gemütliche Stunden bis hierher. Neben der Besichtigung der Jagdhausalm empfiehlt sich auch ein Abstecher zum Pfauenauge – einem See mit rundem Schilfauge. Sehr beliebt in Osttirol – das Gschlößtal hat auch eins, nur heißt es dort Gottesauge.

Das Pfauenauge oberhalb der Jagdhausalm.
Das Pfauenauge oberhalb der Jagdhausalm.
Die Jagdhausalmen gehören zu den ältersten in Österreich, Foto: Lea Hajner
Die Jagdhausalmen gehören zu den ältersten in Österreich, Foto: Lea Hajner
eBike Tour zur Jagdhausalm.
eBike Tour zur Jagdhausalm.

Am Weg/Rückweg von der Jagdhaus Alm liegt die Oberhausalm. Die Speisekarte in der Wirtschaft ist kurz gehalten und die Gerichte schmecken köstlich.

Meine Empfehlung:

  • Graukäse mit Kürbiskerndressing für den mittleren Hunger
  • Schlipfkrapfen mit brauner Butter für den großen
  • Warmer Apfelstrudel
Schlipfkrapfen in der Oberhausalm.
Schlipfkrapfen in der Oberhausalm.

Hier, bei der Oberhausalm, beginnt auch der größte, zusammenhängende Zirbenwald der Ostalpen. Das wohlriechende Holz der Zirbe ist in den letzten Jahren in jeder Form gehypt worden und mit ihm das Versprechen besser Schlafen zu können. Ein weiteres beliebtes Produkt ist der „Zirbele“ als Likör angesetzter Zirbenschnaps aus den rot-violetten Zapfen, die meist ganz oben am Baum nur wachsen.

 

Danke für die Unterstützung bei der Recherchereise an Osttirol Tourismus. Alle Fotos hab ich mit der Canon Powershot G7x gemacht, die mir freundlicherweise für die Reise zu verfügung gestellt wurde.

Edit: Heike von Kölnformat hat die G7X letztens näher untersucht.

 

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1 Comment

  • Wow! Echt toll geschrieben. Ihr habt eine ganz tolle Seite. Man mag garnicht aufhören zu lesen.

    Um da hinzukommen braucht mein Blog noch eine ganze Weile ;)

    Ahoi, eure Josi von neue Meere entdecken

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