Before Sunset: Nockspitze zum Sonnenuntergang

„In einem Fitnessstudio schaltet ein Mann gerade auf seinem Spinning-Bike einen Gang hoch um auf der virtuellen Passstrasse noch mehr Fett zu verbrennen.“ Man könnte es nicht treffender sagen, als die Sprüche der Schöffel-Outdoorbekleidung Werbung. Nichts ist langweiliger als Eintönigkeit, stehende Luft und virtuelle Natur. Und egal wie oft man auf den gleichen Berg geht, er wird immer ein wenig anders sein.

In Innsbruck, wo man besonders schnell in der Natur ist, ist einer dieser Berge die Nockspitze. Neben Nordkette, Patscherkofel und Serles, ist sie einer der Berge, auf die man von der Stadt aus oft hinaufschaut.

Sonnenaufgang auf der Nockspitze mit dem Fernglas aus Innsbruck.
Sonnenaufgang auf der Nockspitze mit dem Fernglas aus Innsbruck.

Die Nockspitze auf 2404m Höhe ist ein beliebter Berg. Für Sonntagsausflügler gleich wie für sportliche Anstiege. Vom Osten aus führt ein anspruchsvoller Pfad über Fels und Schotter, im Westen geht es sanft über die Kuppe hinauf. Ausgangspunkte sind meist entweder die Muttereralm, Tulfes im Stubai oder der Parkplatz des Skigebiets Axamer Lizum.

Ich war im Sommer 2014 zweimal oben, einmal zum Sonnenaufgang im Juni und einmal zum Sonnenuntergang Ende September. Beim Sonnenaufgang sind wir leider in Nebel gekommen, hatten dafür aber Gesellschaft von einer Herde Schafe und einen schönen Abstieg über die Pfriemeswand mit Blick auf Innsbruck. Voilà:

Schafherde am Gipfelkreuz im Juni.
Schafherde am Gipfelkreuz im Juni.

 

Abstieg über die Pfriemeswand.
Abstieg über die Pfriemeswand.

Der Sonnenuntergang im herbstlichen Licht hingegen war wunderschön, entspannt und ruhig. Sonntags am Abend ist man hier meist alleine. Wir sind gegen 4 Uhr gestartet und gemütlich in rund 2 Stunden am Gipfel gewesen. Am besten folgt man nach dem Parkplatz dem Schild zum „Halsl“. Dort macht man eine scharfe Linkskurve und steigt durch die Latschen auf die runde Kuppe zum Gipfelkreuz auf.

Aufstieg über den Westen.
Aufstieg über den Westen.
Traumausblick.
Traumausblick.
Das Gipfelkreuz der Saile.
Das Gipfelkreuz der Saile.
Sundownder-Teekränzchen.
Sundownder-Teekränzchen.
Schattenspiele.
Schattenspiele.
Die Zillertaler Alpen im Abendrot.
Die Zillertaler Alpen im Abendrot.

 

Gipfelgräser.
Gipfelgräser.
Good night, and good luck.
Good night, and good luck.

Wanderung auf die Nockspitze:

Am einfachsten geht’s mit dem Auto zum Parkplatz Axamer Lizum (1.564 m). Von dort durch den Wald auf einem schönen Weg über das Halsl (1.992m) auf den Gipfel (2.404m), ca. 2-2 1/2 Stunden. Insgesamt sind es 889m Höhenunterschied.

Einkehrmöglichkeit: Birgitzköpfelhaus (nicht Kaspressknödelsuppe essen, die schmecken dort leider billig)

Abstiegsvariante: Über den Nord-Osten ausgesetzt zur Pfriemeswand und von dort zum Birgitzkopfhaus retour. Dauert ca 1h mehr. Alternativ: nach Mutters oder Telfes.

Mehr über Innsbruck könnt ihr in meinem schicken Innsbruck Guide nachlesen!

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