Sagada Highlights

Das kleine Bergdorf Sagada in den Philippinischen Kordilleren ist ein beliebt. Bei Einheimischen für die frische Luft und kleinen Abenteuer, bei ausländischen Touristen für Wanderungen, Höhentouren und den typischen Backpacker-Vibe mit kleinen Kaffees und entspannter Stimmung, den das Dorf bietet. Es ist ein heimeliger Ort, der einen die beschwerliche Anreise vergessen lässt – wenn man ihm genug Zeit gibt.

Von den hängenden Särgen, über das Höhensystem bis hin zu einem vegetarischem Restaurant und dem besten Frühstück der Gegend: die schönsten Dinge in Sagada.

Sehenswürdigkeiten

Neben kleineren Wanderungen, besuchen die meisten Touristen die hängenden Särge im Echo-Tal. Auch die in einem Höhleneingang gestapelten Särge (Lumiang Burial Cave, über viele Stufen erreichbar) sind ein beeindruckender Anblick. Mutige buchen sich einen Guide der mit einer Gaslampe ca 2 Stunden einen durch das Höhensystem lotst. Sicherheitsvorkehrungen gibt es hier kaum, irgendwo hängt ein verblasstes Schild mit dem Angebot Helme um 20 Pesos zu mieten, aber niemand trägt einen. In die Höhen selbst geht man am besten barfuß, mit eigener Stirnlampe und Wasserflasche. Filipinos lieben die Shirts die direkt am Ausgang verkauft werden.

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Ganduyan Museum

Die Besitzerin Christina Aben ist leider im Frühjahr 2016 verstorben, ihr Sohn hat das Museum übernommen und hält für Interessierte einen Vortrag. Mit philippinischem Spaßfaktor, für uns Europäer oft zum Kopf schütteln seltsam. Die Sammlung ist jedoch sehr gut erhalten und liebevoll aufbewahrt. „Whenever your dog misbehaves – we eat it. Sorry for anyone supporting human rights“ Durchaus logisch, denn auf der Straße rennen viele scheinbar herrenlose Hunde umher. Ebenfalls zum Opfer fallen die Hunde bei Ritualen, die durch Schamanen durchgeführt werden. Zum Beispiel wenn Männer fremdgehen und sich erst nach einem „Cleansing Ritual“ wieder nach Hause trauen. Übrigens nicht unüblich, denn Scheidungen gibt es auf den Philippinen nicht. Mein Rückschluss auf viele untreue Männer, wenn die Anzahl der Hunde im Ort nach unten geht wird nur mit einem Lachen kommentiert.

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Sehenswert ist auch das Holzfeuerzeug, in das man mit einem bestimmten Grashalm und Wasserbüffel-Fett zum Funken bringt!

Adresse: Direkt über dem kleinen Markt im Zentrum des Ortes
Eintritt: 
20PHP

Restaurants

Das Frühstück im Masaferre Inn ist köstlich und vielleicht sogar das beste, dass ich auf den Philippinen genossen habe!

Yoghurt House

Jen, unser Guide findet es so gut hier, dass sie auf Touren immer versucht zumindest auf eine Joghurt hierher vorbeizukommen. Ihr Tipp: Zur Joghurt mit Granola auch noch Honig bestellen! Das Joghurt hat eine sehr feste Konsistenz und ist wunderbar säuerlich und cremig. Aber auch die knusprigen Pommes mit Tomatenketchup schmecken wunderbar. Kosten: zw. 80-150PHP für die Gerichte.
Öffnungszeiten: 7:00-20:30

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Sagada Brew 

Das offene Restaurant bietet ganze Menus um 200 Pesos (4€) an, zB: Wasser, Reis, Chicken Rosmary mit einem kleinen Salat und einem Stück Brownie. Wer Avocado-Shake mag wird hier fündig, die Besitzer haben eigene Bäume. Leider ist das gut beleuchtete und offene Restaurant auch ein beliebter Treffpunkt für Insekten aller Art, man sprayt sich am besten von Kopf bis Fuß vorher ein. Tipp: hier kann man den Sagada Wildkräuter Tee probieren! Mit 100 PHP allerdings ein teurer Spaß, am Markt kostet eine Jahrespackung der getrockneten Blätter 20 Pesos… 

Gaia Vegetarian Restaurant 

Eine kleine Fleisch-lose Oase zwischen dem meistens recht Fleisch-lastigen Gerichten auf Nord Luzon. Das Essen im Gaia Sagada hat köstlich geschmeckt und der Ausblick vom „Bauhaus“ ist phantastisch. In dem hauseigenen Shop gibt es nette Souvenirs wie Freundschaftsbänder und Naturkosmetik.

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Unterkunft

Das Masaferre Inn ist angeblich das beste Hotel weit und breit. Das stimmt. Davon darf man sich aber nicht all zu viel erwarten. Es gibt Duschen (sogar mit heißem Wasser) im Zimmer, kleine Balkone und Stecker für den Strom. Das WLAN funktioniert – ab und zu, mit GLOBE hat man aber meistens 3G Empfang am Handy. Köstlich ist das Frühstück am kleinen Balkon mit frischen Farm Früchten, der Kaffee wird auf Wunsch immer wieder aufgefüllt und wird in goldenen Keramikschalen serviert. Dabei kann man das Treiben am Sportplatz und in den darunter gelegenen Gärten beobachten. An den Wänden hängen die aussagestarken Bilder des Fotografen Eduardo Masferré – leider nicht zum Verkauf und das „Abfotografien“ ist verboten. Bessere Tour-Veranstalten wie Intrepid Travel steigen hier in Gruppen ab.

Tipp: einen no-sugar pure Mango Shake bestellen!  

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Frühstück im Masaferre Inn… nom nom
Frühstück im Masaferre Inn… vielleicht sogar das beste Frühstück auf Nord Luzon.

Masaferré Inn 
masferre.blogspot.co.uk
Telefon: 0981 341 61614
DZ 1800PHP

Ein klassischer Jeepney mit dem man nach Sagada gelangt.
Ein klassischer Jeepney mit dem man nach Sagada gelangt.

Anreise

In einem großen Bus würde ich hier nur ungern durch die Gegend fahren. Die Bergstrassen sind extrem kurvig, teils schlecht befestigt und Erdrutsche sehr üblich. In der Regenzeit Juli/August kann es richtig schlimm werden. Die meisten Touristen kommen aus Sagada oder Baguio mit dem Jeepney (langsamer, sicherer, unbequemer) oder in privaten Reise-Vans an.

 

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