Haunold, Helm und Rotwand

Drei Skigebiete im Land der Drei Zinnen

Im Skigebiet der Sextener Dolomiten gibt es eine Hauptattraktion: die drei Zinnen. Alles dreht sich um diese drei markanten Felsen, die bei schlechtem Wetter und Schneefall (und davon gab es diesen Winter viel) dem Besucherauge leider verwehrt bleiben. Macht aber nichts, denn Bilder der Drei Zinnen schmücken in der Drei Zinnen Region so einige Hauswände oder sie finden sich namensgebend wieder in Hotelnamen entlang der Strassen.

Gemeinsam mit einem guten Freund verbringe ich Anfang Februar drei Tage im Hochpustertal. Wir wohnen auf einem netten Bauernhof am Berg in Innichen. Von hier ist es nicht weit zu den drei Skigebieten, die wir in den nächsten drei Tagen uns näher anschauen: Haunold, Helm und Rotwand.

Die Skigebiete im Land der drei Zinnen.
Die Skigebiete im Land der drei Zinnen.

Der Haunold

Ein kleines, feines Skigebiet, in dem niemand verloren geht, und wo Anfänger gut lernen und Fortgeschrittene, an Kuppen und Kanten, ihr Können perfektionieren können. Von Skiverleih, uriger Skihütte und Kinderwelt ist alles vorhanden.

Fazit: Ideal für einen Halbtag Skispaß in Ortsnähe Innichen!

Fun mit Bob, Vinc und Flo am Haunold.
Fun mit Bob, Vinc und Flo am Haunold.
Der Grund warum es TIEFSchnee heißt.
Der Grund warum es TIEFSchnee heißt.
Backyard Playground.
Backyard Playground.
Reparatur-Stop beim netten Herren im Skiverleih.
Reparatur-Stop beim netten Herren im Skiverleih in Innichen.

Der Helm

Oder auch Monte Elmo, wie er auf italienisch heißt, ist von zwei Seiten mit Gondeln erreichbar. Besonders gut haben uns die kleinen Waldstücke in Gipfelnähe gefallen, hier lang viel Schnee und der Spaßfaktor war groß.

Fazit: Ein super Skigebiet für 1-2 Tage Powder- oder Pistenspaß.

Kitsch, wie aus dem Bilderbuch. Nur in Echt.
Kitsch, wie aus dem Bilderbuch. Nur in Echt.
Talabfahrt.
Talabfahrt.

Die Rotwand

Nun müssen die Wetterkonditionen mitspielen, dann gibt es eine schöne Route zum Fahren. Für Snowboarder lassen wir uns sagen nicht ideal, da immer wieder lange, recht flache Ziehwege drinnen liegen, aber machbar. Aufgrund von Lawinengefahr können wir uns leider nicht auf die „Kriegerrunde“ begeben, die auf den Spuren des erste Weltkrieges wandelt und bleiben auf zwei Liften.

Seit Winter 2014/15 sind Rotwand und Helm sind verbunden.

Die Rotwand.
Die Rotwand.
Wer hat die Schneeschuh eingepackt?
Wer hat die Schneeschuh eingepackt?

Fazit: Super Pistenspaß, aber Achtung! Abseits der Piste fahren ist hier verboten, weil „pericoloso“, wie uns der italienisch sprechende Pisten-Polizist erklärt. Die Italiener sind hier besonders streng was das freeriden anbelangt.

Pistenpolizei am Arbeitsplatz.
Die italienische Pistenpolizei im Einsatz.

Generell sind die Skigebiete und Orte im Hochpustertal eher kleine Familienskigebiete, die ohne grölende Après-Ski Freaks auskommen. Es wird Wert gelegt auf gute Anlagen, funktionierende Skibus-Verbindungen und gutes Essen – drei Fakten, die absolut meinen Vorstellungen entsprechen.

Wer hier in der Region unterkommt bekommt mit der Tourismus-Karte vergünstigten Zugang zum Erlebnisbad in Innichen, wo man wie bei einem Zirkeltraining von sprudelnden Oasen zu verwinkelten Rutschen schwimmt. Eine rundherum sehr sympathische Region. Nur schade, dass man hier noch nicht auf Freeriden setzt. Aber was nicht ist, kann ja noch werden!

Unterkünfte im Hochpustertal

Diese drei Unterkünfte kann ich wärmstens empfehlen – und würde man liebsten selbst gleich wieder die Koffer packen:

Kerschbaumer Hof bei Innichen

Bei Gerlinde Schönegger am Bauernhof muss man sich einfach wohlfühlen. Es gibt ein köstliches Frühstück und das Appartement ist mit allem ausgestattet was man so braucht, auch einer kleinen Küche zum Selbstkochen. Oder man geht einfach bei der Bäuerin selbst in die „Schlutzkrapfen-Lehre„…

www.kerschbaumhof.it/de

Unterstainhof in Niederdorf 

Bei Maria Mairhofer fühlt man sich sofort entspannter, vielleicht liegt es an der guten Küche oder an der baubiologischen Bauweise ohne elektrische Strahlen/kein Wlan, etc. Fakt ist der Gemeinschaftsraum und die häusliche Küche (man wird bekocht) sind sehr einladend.

keine Website, Kontaktinfos zum Unterstainhof gibt es hier

Hotel Lago di Braies

Das alte Grandhotel am Pragser Wildsee ist und bleibt einer meiner Hotel-Favoriten. Die stylischen Möbel, die phänomenale Lage am Bergsee und der Charme des letzten Jahrhunderts – ein Erlebnis für sich. Auch im Winter geöffnet.

www.lagodibraies.com

Am Kerschbaumhof.
Am Kerschbaumhof.
Köstliches Essen am Unterstainhof.
Köstliches Essen am Unterstainhof.
Das Grandhotel am Pragser Wildsee wurde 1899 eröffnet.
Das Grandhotel am Pragser Wildsee wurde 1899 eröffnet.

Anreise

Meiner Meinung nach ist man mit einem (Miet)auto am besten beraten. Das könnte man zB ab Innsbruck Flughafen mieten, von hier sind es 130km ins Hochpustertal, 100km von Bozen aus.

Mit der Bahn reist man über die Station Franzensfeste an, ab hier geht eine lokale Bahnlinie nach Innichen. Auch von Lienz aus gibt es Züge, nur muss man erstmal nach Lienz kommen… die schönsten Orte der Welt sind eben gut versteckt.

 

PS: So sieht es im Sommer bei den drei Zinnen aus!

PPS: Kennt ihr schon mein Südtirol Wintervideo? Da gibt es auch ganz viel Action aus dem Hochpustertal zu sehen.

Ich wurde vom Tourismusverband Hochpustertal eingeladen die Skigebiete auf eigene Faust zu erkunden. Alle Meinungen sind wie immer meine eigenen.

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