Testbericht: Campingkocher Spider Stove Primus

Wer auf Reisen viel mit Campingkocher zubereitet, weiß recht schnell worauf es ankommt. Einfach zum Zusammenbauen, idealweise mit eingebautem Zünder (Wer hat das Feuerzeug eingesteckt?) und ein guter Windschutz sind essentiell. Für Wanderungen sollte er noch besonders leicht sein und ein kleines Packmaß haben. Deswegen besitze ich seit Jahren zwei Kocher: den Klassiker von Campinggaz (Twister Plus PZ) und einen Nachbau des ultraleichten, aber wenig stabilen MSR PocketRocket. Auf keinen der beiden habe ich in letzter Zeit zurückgegriffen, seitdem ein Dritter im Bunde mitmischt.

Beim Spider ETA Stove von Primus stellt sich immerhin nicht die Frage, welches Topfset man nun dazu kauft, denn hier bekommt man ein Gesamtpaket: Kocher, Topf, Piezo Zünderstab, Plastikschüssel und Deckel. Und dann passt auch noch alles zusammen (ohne Kartusche) in eine gepolsterte Tasche mit Zippverschluss, in der man zur Not auch den Topf warm halten kann. Ideal.

Besonders gut durchdacht ist der Aufbau des Kochers, bei dem man die Füsse richtig in den unteren Teil stellen muss. Dann steht er sehr stabil und auch der Wind kann ihm wenig anhaben. Der Topf fasst 0,9L und das Wasser kocht sehr schnell. Perfekt, wenn es am Morgen Minusgrad hat und man während dem Zeltabbauen noch einen Tee kochen kochen möchte.

Ich hatte ihn nun ein Jahr in Gebrauch, er war mit am 3-wöchigen USA-Roadtrip und auf einigen Wanderungen. Ein richtig ausgiebiger Test also auf Herz und Nieren. Gleich vorweg muss ich auch noch sagen, dass es inzwischen schon ein neueres Modell gibt: den Spider Stove (ohne ETA), der ist etwas leichter geworden (600g).

Besonders praktisch ist der Deckel, der sich gut angreifen lässt und ein eingebaut Sieb hat. Allerdings ist kürzlich ein Stück am Plastikrand herausgebrochen und dieses nicht als Ersatzteil käuflich. Bisschen ärgerlich, aber trotzdem noch verwendbar.

Richtig gut ist der beschichtete Topf, der zwar Gebrauchsspuren hat, aber sich immer gut reinigen lässt und das Essen brennt auch kaum an. In den USA haben wir auch darin Fisch gebraten, da offenes Feuer aufgrund der Waldbrände, zur Zeit verboten war. Geht ebenso wie Nudeln oder Tee kochen.

Man sollte ihn laut Gebrauchsanweisung nicht mit anderen Töpfen oder Pfannen verwenden und man braucht die richtigen Primus Kartuschen, die in Europa und auch in den USA (zB bei REI) überall verfügbar waren.

Hier ein paar Fotos vom Kocher.

Superpraktisch und gut durchdacht: das integrierte Sieb.
Superpraktisch und gut durchdacht: das integrierte Sieb.
Einsatz am Berg.
Einsatz am Berg.
Lieblingsgericht auf Wanderungen: Fussili mit Tomatensauce.
Lieblingsgericht auf Wanderungen: Fussili mit Tomatensauce.
Dank Plastikgriff lässt sich auch der heiße Topf gut halten.
Dank Plastikgriff lässt sich auch der heiße Topf gut halten.

Robust und durchdacht

Im Praxistest hat der Spider ETA Stove sowohl auf dem USA Roadtrip als auch auf Wanderungen in den Tiroler Bergen sehr gut abgeschnitten. Er steht stabil, hält den Wind gut ab und die Essenzubereitung geht schnell voran. Topf und Deckel lassen sich gut anfassen und nur eins darf man nicht vergessen: den Piezozünder oder ein Feuerzeug, denn der ist nicht integriert im Kocher selbst und schnell verlegt. Nichts für ultra-light Expeditionen, aber für alles andere ein sehr solider Kocher.

Infos
Preis: 117,90€ via Amazon für das NEUE Modell
Gewicht: 912g (auf meiner Waage inkl. Tasche) – neues Modell: 600g!

Wertung 
Durchdachtes System: ★★★★★
Kochgeschwindigkeit: ★★★★
Gewicht: ★★★

www.primusoutdoor.de

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1 Comment

  • Also Ich benutz einen mit Gaskatuschen, da ich im Winter meist eh nicht unterwegs bin reicht der mir voll aus. Für die kalte Jahreszeit sollte es aber einer mit Benzin sein.

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