Tarzaning Action in Südtirol

Der Hochseilklettergarten im Passeiertal 

Manchen Menschen liegt Bergsteigen einfach im Blut, es wird ihnen sozusagend in die Wiege gelegt. Von klein auf trotten sie ihren Eltern hinterher, erklimmen Gipfel um Gipfel, lernen Kletterpassagen zu überqueren,  entlang von Klettersteigen Felswände hinaufklettern und sich selbst wieder abzuseilen.

Höhenangst legt man hier besser sofort ab.
Höhenangst legt man hier besser sofort ab.

Und dann gibt es uns Stadtkinder. Wir lernen, dass Fußbälle auf keinen Fall in Rhododendron Sträucher fliegen dürfen, da sonst die Knospen kaputt gehen, wie man am schnellsten im Großstadtdschungel von A nach B kommt trotz Hauptverkehrszeit und wie man über den Zaun des Städtischen Schwimmbades nach Sperrstunde klettert.

Nun, beides kann man auch später noch lernen. Als Stadtkind zum Beispiel bei den Pfadfindern, denen ich das eine oder andere Abenteuer in den Bergen zu verdanken habe. Oder man packt seine Sachen, fahrt nach Südtirol und schwingt sich beim Tarzaning im Passeiertal dem staatlich geprüftem Bergführer Erwin Mairginter hinterher.

Manchmal kann man auch nach unten blicken.
Manchmal kann man auch nach unten blicken ohne, dass einem schwindelig wird.

Die „Tarzaning Strecke“ besteht aus mehreren Teilen, bei denen man sich an verschiedenen Hinternissen in der Natur üben und testen kann. Es kommt mir vor wie eine kleine „Mini-Ausbildung“, ein Vorbereitungskurs für die „Wildnis“ da draussen. Einmal um den großen Stein am Seil laufen, mit der Seilrutsche den Fluss überqueren, aus mehreren Metern Höhe ins Seil springen, einen kleinen Hochseilklettergarten meistern und schlussendlich der Sprung ins Nichts. Auch bekannt und benannt: der Baumgartner Sprung.

Zweimal geht's beim Tarzaning über den Fluss - mittels Seilrutsche natürlich.
Zweimal geht’s beim Tarzaning über den Fluss – mittels Seilrutsche natürlich.
Tarzaning ist auch für kleine Tarzans und Janes möglich. Manchmal eben Huckepack.
Tarzaning ist auch für kleine Tarzans und Janes möglich. Manchmal eben Huckepack.

 

Erste Kletterversuche am Übungs-Klettersteig.
Erste Kletterversuche am Übungs-Klettersteig.

 

Wer mehr Kraft hat, hängt länger am Seil. Fact.
Wer mehr Kraft hat, hängt länger am Seil. True fact.

Ganz so hoch ist es dann doch nicht, die 12 Meter (mit den Knien sicherlich gefühlte 30Meter) zum Boden gewinnen jedoch optisch an Weite, wenn man in der sich darunter erstreckende Tal schaut. Ich trete auf der Plattform auf und ab, frage gefühlte 20 Mal ob ich nicht doch aus dem Sitzen springen kann (I’m just such a chicken!) und dann tue ich’s doch. Ich springe. Meinem Hals entweicht ein sehr mädchenhaftes, langgezogenes „Aaaaaahhhhh…“ und „Ohhh…“als ich mich am anderen Ende Schwungs dem großen Nadelbaum nähere, aber das war’s wert. Tarzan wäre bestimmt stolz auf mich gewesen. 

Hier fliegt der PR Ansprechpartner für Südtirol durch die Lüfte.
Hier fliegt der PR Ansprechpartner für Südtirol durch die Lüfte, natürlich ohne Schreien.

 

Tarzaning ist ganz schön anstrengend, glaubt mir.
Tarzaning ist ganz schön anstrengend, glaubt mir.

Offenlegung: Vielen Dank an Südtirol Marketing für die nette Einladung und Florian Castlunger für die Begleitung beim Tarzaning. Meine Meinungen bleiben, wie gewohnt, meine eigenen.  

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