Testbericht: Vaude Astrum Reiserucksack

Gesucht habe ich einen Reiserucksack, der sowohl für Backpack-Touren als auch für Mehrtagestrekking geeignet ist. Außerdem sollte er gut zugänglich sein (nicht nur von oben befüllbar) und ein gutes Tragesystem haben für Frauenrücken. Geworden ist es der Women’s Atrum 60+10 von Vaude.

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Der Große 

Bei 60+10 bin ich von bei der Größe her bereits eher am Limit. Mehr möchte ich gar nicht tragen müssen, das wird erfahrungsgemäß dann ganz schön schwer. Allerdings kaufe ich – ebenfalls erfahrungsgemäß – gegen Ende einer Reise auch gerne ein und zwar soviel wie das Gepäckstück, bzw. die Gepäckbestimmungen des Rückfluges zulassen. Am Anfang der Reise, und solange ich ihn noch viel tragen muss, sollte er lieber klein sein. So bin ich nicht verleitet unnötige Dinge mitzuschleppen. Der Astrum lässt sich aber gut an allen möglichen Stellen ganz einfach mit den grauen Riemen komprimieren.

Das Tragesystem

Das Tragesystem lässt sich super leicht verstellen, am besten vorm Spiegel und vollbeladen. Auffallend ist der dicke und recht feste Hüftgurt. An sehr heißen Tagen zB in Manila vielleicht nicht ganz so fein wie in unseren Breiten. Trägt man ihn allerdings ein Stückchen weiter ist man auch in der Hitze froh drum, denn so lässt sie viel Gewicht von der Schultern nehmen und auf die Hüfte „legen“. Den Hüftgurt macht man mit einem sogenannten „Pull-Forward“ Prinzip zu, also ganz easy.

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Taschen, Taschen, Taschen 

Was zuhause die Laden sind, sind im Rucksack die vielen Taschen. Ich verpacke meine Kleidung immer in Packtaschen, die sich mit einem Zipp verschließen lassen. Eine große für große Kleidungsstücke und eine kleine für Unterwäsche und Socken. Zusätzlich habe ich dann noch eine kleine für elektronisches Krimskrams. Und einen Schmutzwäschebeutel. Richtig praktisch finde ich die große Tasche oben am Astrum, wo ich so Dinge wie Nackenhörnchen, Stirnlampe, ein extra Paar Socken, Kopfhörer, usw. verstaut habe. Also alles, was schnell griffbereit sein soll. Das Hauptfach ist einmal geteilt, ideal wenn man mit Schlafsack und Matratze loszieht, denn so lassen sich die Bereiche Schlaf-Equipment/Kleidung im Rucksack trennen. Schwere Dinge sollte man übrigens nicht ganz unten, sondern immer so nahe wie möglich am Rücken tragen!

Wichtig sind mir auch die Netztaschen an der Seite um Wasserflaschen zu verstauen und griffbereit zu haben. Die Regenhülle habe ich eigentlich nur für den Transport genutzt und mit zusätzlich einem Gurt einmal umschlossen, damit sie bei nicht ganz so sorgsamen Umgang am Flughafen nicht abhanden kommt.

Mit Regenhülle abreisebereit.
Mit Regenhülle abreisebereit auf den Philippinen.

Hier stehen übrigens die dicken Hüftgurte etwas ab, da muss man ich an einer guten Packweise feilen. Ich versuche für Flüge meinen Rucksack immer so kompakt wie möglich zu machen, aber auch so, dass die Flughafenarbeiter ihn gut packen können. Sprich: ich versuche irgendwie die Tragegurte so zu zurren, dass sie wie ein Träger sind.

Praktisch: die integrierte Pfeife am Brustgurt.
Praktisch: die integrierte Pfeife am Brustgurt.
Für kleine Dinge.
Für kleine Dinge.
Wenn man den unteren Teil nicht braucht, kann man ihn auch komprimieren.
Wenn man den unteren Teil nicht braucht, kann man ihn auch komprimieren.

Besonders gut gefällt mir die Farbe: Dark Plum! Natürlich sollte die Farbe nicht aus ausschlagende Kriterium beim Rucksackkauf sein, aber immerhin trägt man das Teil ja viel mit sich rum und wenn es einem selbst gefällt, macht das auch gleich noch viel mehr Spaß. Der Meinung bin ich übrigens in Bezug auf fast alle Dinge, die das Reisen erleichtern. Was man außerdem noch wissen sollte: der Rucksack ist recht breit geschnitten. Ich persönlich mag das, weil mir Rucksäcke die „über den Kopf hinauswachsen“ auf die Nerven gehen. Für zusätzliche Seitentaschen ist der Rucksack aber nicht geeignet. Eine eventuelle Isomatte kann man natürlich oben oder unten anbringen, unten kann man sie je nach Größe sogar einfach in den V-förmigen Gurt einspannen und braucht keine zusätzlichen Gurte.

Hier nochmal vom Hersteller die wichtigsten Produktmerkmale:

  • unterstützender, individuell einstellbarer Rücken
  • speziell für Frauen / kleinere Personen geformte Hüfte
  • und Schultergurte
  • gepolsterter Hüftgurt mit Tasche
  • variable Deckelhöhe
  • separates Bodenfach
  • Frontöffnung ins Hauptfach
  • Deckeltasche
  • zusätzliche RV-Deckeltasche innen
  • 2 Netz-Außentaschen
  • Ausgang für Trinksystem
  • integrierte, abnehmbare Regenhülle in separatem Fach

Infos

Preis: 210,00 € (zB bei Amazon)
Gewicht: 2500g
Volumen: 70,0 L (60+10 ausklappbare)
Maße: 79 x 39 x 27 cm

Wertung 

Design/Farbe: ★★★★★
Gewicht: ★★★★
Tragekomfort: ★★★

www.vaude.com

 

Der Rucksack wurde mir für den Test von Vaude zur Verfügung gestellt, vielen Dank dafür! Der Bericht spiegelt wie immer meine eigene Meinung und Erfahrung wieder. 

 

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2 Comments

  • Hallo Lea! :-)

    Ich suche noch einen Rucksack für meine 3-Monate Südostasien, meinst du dafür ist er geeignet? Bzw. wie sieht die Abnützung vom Rucksack aus?

    Grüße aus Bayern,
    Andi

    • Hallo Andi,

      du warst ja schnell beim Lesen. Ja, ich kann den Rucksack für Backpackingtouren absolut empfehlen – nur besser nicht zu voll packen. Sonst nervt früher oder später jeder Rucksack ;-)

      Material sieht bei mir noch sehr gut aus, wie das nach ein paar Jahren ist kann ich dir leider nicht sagen. Aber er wirkt insgesamt recht robust auf mich.

      LG und schöne Reise!
      Lea

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