Wohin in den USA?

Ich bin bekomme immer wieder E-Mails von Lesern mit Fragen zu Reisedestinationen. Manchmal kann ich weiterhelfen, manchmal nicht. Aber für schwangere Schwestern, die gerne auf Hochzeitsreise nach Frankreich geschickt werden sollen, tu ich mir auch einfach schwer mit Tipps (ja, die Anfrage habe ich ua bekommen). In anderen Ländern kenne ich mich besser aus. So unter anderem auch in den USA. Die USA waren zwar nie mein erstes Wunsch-Reiseziel, aber irgendwo haben sie sich immer mal wieder eingeschlichen in den letzten Jahren. Und wenn ich jetzt gefragt werde, wo in den USA es denn besonders schön ist, muss ich sagen: Montana.

Da bin ich nämlich gerade. Irgendwo im nirgendwo in einer kleinen Holzhütte in Montana. Nördlich von Yellowstone, umgeben von Grizzlys, Elchen, Eichhörnchen und Pferden. Ein wahrer Kontrast zu den Großstädten der USA, die auch ihren Reiz haben, aber für mich immer gerne in Kombination mit einem Ausflug in die Natur. Bisher war ich an der Ostküste und Westküste unterwegs, und dazwischen nun zweimal in Chicago.

Chicago
Soll es lieber Stadt, oder…
Montana
…oder Land sein?

Reiserouten/Ideen für die USA: 

Die Ostküste:
New York.
Für mich war New York der ideale Ausgangspunkt. Die Stadt ist zwar nicht gerade günstig, schon gar nicht mit dem aktuellen Dollarkurs, aber sie ist so einmalig und riesig, dass wohl jeder hier etwas findet, das ihm gefällt. Meine Highlights waren stundenlanges Shoppen im Outlet „Century 21“, Spaziergänge im Central Park umgeben von noblen Adressen und Wolkenkratzern, das MOMA Museum, langes frühstücken in Williamsburg – der Hipster Neighborhood New Yorks und ein Ausflug nach Coney Island. Hier fühlt man sich zeitlich ein paar Jahrzehnte zurückversetzt und kann sich von der Stadt erholen, Hot Dogs essen oder Mango mit Chillisauce beim Strandverkäufer sich holen.

Boston.
Neben dem beeindruckenden Uni-Campus von Harvard ist Boston eine richtig nette Stadt mit Straßenkünstlern, kleinen Bäckereien und freundlichen Leuten. Viel mehr habe ich von der Stadt leider nicht gesehen, aber ich habe Sie immer noch in guter Erinnerung.

Washington.
Washington ist mir etwas unpersönlich vorgekommen, viele Menschen in Anzügen, Sniper auf Dächern und geschäftige Politiker. Neben dem weißen Haus und dem Regierungsviertel, gibt es dafür viele Museen – die allesamt gratis zugänglich sind. Georgetown ist ein belebter Ort mit kleinen Gallerien, Papiergeschäfte und stylischen Boutiquen.

Philadelphia.
Am Weg von New York nach Washington (wer ein paar Tage Zeit hat kann die Strecke gut mit einem Mietwagen oder dem Greyhound Bus fahren) bietet sich ein Stop in Philadelphia an. In ein paar Stunden kann man die Rocky Statue bestaunen, die Liberty Bell betrachten, das Franklin Institute besuchen und vielleicht sogar noch im Zoo vorbeischauen.

Buffalo.
Ein etwas weiterer Abstecher von der Ostküste ist mit einem Nachtbus oder einem kurzen Flug machbar: Buffalo. Von hier ist es nicht mehr weit zu den Niagara Fällen. Ich bin zwar kein Fan von Wasserfällen, irgendwie geben die mir einfach nicht so viel wie ein echter Berggipfel, aber: diese sind sehenswert. Und ein Spaziergang über die Grenze nach Kanada und retour Pflicht.

Chicago.
Chicago ist mit fast 10 Millionen Einwohnern (inkl. Umgebung) die drittgrößte Stadt der USA und das macht sich bereits am Flughafen merkbar. Es ist der Flughafen mit den meisten Landungen und Take-Offs in der Welt, was man unschwer erahnen kann, wenn man selbst auf seinen Flug wartet und ein paar Minuten das Treiben auf dem Flugfeld durchs Fenster beobachtet. In der Stadt selbst hingegen habe ich mich nie eingeengt gefühlt und der Grund dafür ist der gigantische Michigan Lake, an dessen Ufer die Stadt gebaut wurde. Es gibt nichts schöneres, als nach einem Museumsbesuch einfach an den Strand zu gehen. Das klappt sogar im November, allerdings sollte es windstill sein, sonst kommen schnell eisige Temperaturen auf. Shoppen lässt es sich hier auch prächtig: Antrophogie, Nordstorm Rack (Outletpreise) und Lewis laden ein. Allerdings zahlt man hier Taxen, die erst an der Kassa aufgerechnet werden! (Nicht so zB in Montana). Ein paar schöne Tipps für die Stadt kommen in Kürze, ua für die besten Burger, und wie man 150 USD auf jeden Fall anlegen sollte.

Billy Goat Burger - ein Klassiker direkt im Zentrum und trotzdem gut verborgen weil im Underground.
Billy Goat Burger – ein Klassiker  in Chicago direkt im Zentrum und trotzdem gut verborgen weil im Underground.

Die Westküste.
San Francisco.
Als ich vor einigen Jahren nach San Francisco gereist bin wollte ich 3 Tage bleiben. Geworden ist es eine Woche. Die Stadt lebt von ihrem offenen, leicht-europäischen Flair und ihren unterschiedlichen Bezirken. Am besten wohnt man ein paar Tage Downtown (MOMA besuchen!) und einige zB in Nähe der Height Street.

Los Angeles.
Viele sagen, entweder man liebt es oder man hasst es. Ich finde: man muss die einzelnen Neighborhoods ausprobieren. Hollywood ist zB meiner Meinung nach Schrott. Los Feliz wunderbar nett. Santa Monica sehr schick und clean. Venice Beach ein bisschen durchgeknallt, usw. Außerdem braucht man ein Auto, denn das öffentliche Verkehrssystem ist eine Katastrophe.

Roadtrip von Los Angeles.
Wenn man schon einmal ein Auto hat bietet sich auch gleich ein Roadtrip an. zB nach San Diego, Palm Springs, Joshua Tree Nationalpark, Las Vegas, durchs Death Valley nach Lone Pine (!) – wer mag auf den Mt Whitney, den höchsten Berg der USA und vielleicht auch nach St. Barbara oder Huntington Beach entlang der Küste.

Mehr Natur?
Momentan bin ich auf der Reise zwischen Glacier Nationalpark und Yellowstone, weiter geht’s dann nach Oregon, auf das ich schon sehr gespannt bin und von dem ich schon sehr viel Gutes gehört habe.

 

Flüge in die USA

KLM hat aktuell eine Aktion laufen (Achtung, nur bis 9.September!), wo es günstige Flüge in die USA von Österreich (oder auch Deutschland) aus gibt. Zum Beispiel: Wien-Boston ab 499€, Wien-Chicago ab 578€, Wien-San Francisco ab 649€ und Wien-Los Angeles 715€ (alles Hin-Retour, bereits inkl. Steuern und Gebühren).

 

Dieser Beitrag wird unterstützt durch KLM. Der Inhalt des Artikel ist jedoch unabhängig und ohne inhaltliche Absprachen erstellt worden – alle Reisetipps basieren auf meinen Reiseerfahrungen. 

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