Ein Spaziergang durch die alpine Vergangenheit. Im Freilichtmuseum „Museum Tiroler Bauernhöfe“ wurden alte Bauernhöfe wiederaufgebaut und begehbar gemacht. Dazwischen liegen bunte Gärten, Blumenwiesen und ein kleiner Wald. Eine wahre Augenweide, nicht nur für Fotografen!

Wunderschöne alte Höfe gibt es hier zu bewundern.

Das Tiroler Freilichmuseum bei Kramsach

Kaum hat man den Eingang des Freilichtmuseums hinter sich gelassen, könnte man glatt vergessen, dass man sich in einem Museum befindet. Die 37 alten Gehöfte fügen sich so perfekt ins hügelige Gelände ein, dass man eher das Gefühl hat durch ein verstreutes Dorf zu wandern. So findet man auch hier eine Schmiede, eine Dorfschule, ein altes Wirtshaus, die Mühle und selbst an eine Holzfällerhütte hat man gedacht. Alle wurden sie in verschiedenen Tälern Tirols Stück für Stück abgetragen und hier vor dem Hintergrund der Bergkulisse wieder zusammengesetzt.

Der wirtschaftliche Aufschwung in den 1950ern, führte in der bäuerlichen Welt zu großen Umbrüchen. Wer wissen möchte, wie es vor der Industrialisierung der Landwirtschaft auf einem typischen Bauernhof aussah, findet bei Kramsach viele Antworten. Seien wir mal ehrlich: wir wissen alle, dass das Leben als Bauernfamilie vor 100 Jahren schwer war. Aber wie schwer können wir erst dann so richtig erahnen, wenn wir es selbst vor Augen haben. Dabei helfen die an die Wand projizierten Figuren, die aus dem Alltag am Hof erzählen. Den Rest erzählen Tafeln oder die eigens für das Museum erstellte App. Wer die „Museum Tiroler Bauernhöfe“ App bereits zuhause im WLAN auf sein Smartphone geladen hat – oder es am Eingang macht – bekommt jede Menge Zusatzinformationen. Wie ein kleiner Zwerg im Ohr, der Geschichten aus anderen Zeiten erzählt.

Insgesamt ist das Gelände ganze 8,5 Hektar groß und der offizielle Rundgang dauert rund 1,5 Stunden. Aber das sind nur ungefähre Angaben, denn zu entdecken gibt es viel. Und anders als in einem herkömmlichen Museum darf man hier vieles selbst anfassen. Dazu kommen die vier Themenstationen, welche gleichzeitig als moderne Aussichtsplattformen dienen und neue Blickwinkel ermöglichen.  

Einblicke ins Museum #Cabinlove

Projektionen an der Wand erzählen vom Leben früher.
Am Ende der Tour wartet ein Gasthof auf hungrige Gäste.
Eine herrliche Graukassuppe.

Fazit:

Zwischen alten Scheunen und prachtvollen Bauernhäusern taucht man für einige Stunden in eine andere Welt ein!

Anfahrt

Über die A12 Inntalautobahn bis zur Abfahrt „Kramsach“, weiter über die Reintaler Seen in Richtung Breitenbach.Parkplatz |Die Busstation „Kramsach Tiroler Bauernhöfemuseum“ wird von der „Linie 4113“ ab Brixelegg Bahnhof angefahren.

Adresse: Angerberg 10, 6233 Kramsach. Google Maps Link

Dauer: ca 3 Stunden mit Pausen | Rundweg: ca. 1,5h, 3 Kilometer auf hügeligem Gelände www.museum-tb.at

Beste Zeit: ca ab Palmsonntag bis Oktober geöffnet

Weitere Tipps: Sonnenschutz, Trinkflasche, Kamera nicht vergessen! Eventuell die App „Museum Tiroler Bauernhöfe“ am Smartphone bereits davor laden, Kopfhörer nicht vergessen. Wer danach in den Reintaler Badesee hüpfen möchte: Badebekleidung und Münzen für die nervigen Parkplätzgebühren und den Eintritt.

Preise

Im Sommer 2020 reduziert: Erwachsene 9€ (statt 10), Kinder: 3€ (bis 5 Jahre gratis)