Dieser Artikel ist in bezahlter Zusammenarbeit mit Tatonka entstanden.

Du bereitest dich gerade auf deine nächste Klettersteigtour vor und fragst dich, was du alles einpacken sollst? Dann bist du hier richtig. Da ich selbst gerne mal etwas vergesse, habe ich stets Packlisten im Einsatz. Außerdem habe ich mich hier mit dem Thema Risikominimierung auseinandergesetzt und stelle dir im Zuge dessen den Recco Notfall-Reflektor näher vor.

Sicherheit in den Bergen

Zu einer guten Tourenplanung gehört einerseits ein genauer Blick auf die Wegbeschreibung, die Topo des Klettersteigs und andererseits natürlich auch auf die Wettervorhersage. Gerade bei Klettersteigen ist es wichtig nur bei gutem Wetter loszuziehen, Gewitter sind entlang der Drahtseile lebensgefährlich.

Es schadet auch nicht immer jemand Bescheid zu sagen, wo du – oder ihr – unterwegs seid und wann ihr wieder zurück sein wollt. Die länderspezifischen Notrufnummern solltest du auch immer dabei haben.

  • Euro-Notruf: 122
  • Bergrettung in Österreich: 140

Als nächstes solltest du deine Ausrüstung überprüfen. Alte Klettersteigsets sind mitunter nicht mehr geeignet. Es zahlt sich aus, immer wieder in neue Ware zu investieren – immerhin hängt im Ernstfall dein Leben dran.

Was sonst noch so alles in den Rucksack für eine Klettersteig-Tour kommt habe ich am Ende des Beitrags übersichtlich aufgelistet. Dazu gehört auch ein Erste-Hilfe Set. Ich bin zudem oft mit einem etwas größeren Rucksack als notwendig unterwegs, weil ich meine Kamera dabei habe. Der Cima di Basso 38W Recco Rucksack ist hier für mich genau der richtige Rucksack, aber dazu später noch im Detail.

Das Recco System am Rucksack

Auf dem Deckel des Cima di Basso 38W Recco ist ein Recco-Reflektor angebracht. Dieser funktioniert passiv, braucht keinen Strom, muss nicht gewartet werden und ist so gut wie unzerstörbar. Eine gute Ergänzung, um sicher in den Bergen unterwegs zu sein.

Die Recco-Technologie wurde bereits Anfang der 1980er Jahre erfunden. Seitdem werden kleine Metallplatten (=Reflektoren) in Kleidungsstücken und körpernaher Ausrüstung verbaut. Mit einem entsprechenden Detektor (=Suchgerät) kann dann danach gesucht werden. In den letzten Jahren haben sich vor allem die neuen Suchgeräte deutlich verbessert und weiterentwickelt. Weltweit gibt es rund 2000 solcher Suchgeräte, die in mehr als 900 unterschiedlichen Orten in 28 Ländern zum Einsatz kommen.

Seit einigen Jahren werden auch noch größere Suchgeräte für die Suche aus der Luft gebaut. Der RECCO SAR Helikopter Detektor ermöglicht es der Bergrettung auch in uneinsehbaren Felsspalten und unter Bäumen nach Vermissten zu suchen. Davon gibt es momentan 12 in Europa (4 davon in Österreich) und 3 in Nordamerika. Neue Standorte kommen laufend dazu. Die Detektoren hängen beim Suchen an einem langen Seil aus dem Helikopter. Auf einem Suchkorridor von 100m Breite können die Bergretter so 1 km² Gelände in etwa sechs Minuten absuchen. Im Vergleich zum Suchen mit dem freien Auge ist das eine enorme Hilfe.

„Der Vorteil für den Verunfallten bzw. Vermissten ist natürlich, dass er schneller gefunden wird. Für die Bergretter bedeutet ein schnelles Auffinden zusätzlich weniger Zeit- und Kostenaufwand (übrigens auch für unsere Arbeitgeber, die die Retter ehrenamtlich für Einsätze freistellen), weniger Risiko und natürlich auch ein höheres Erfolgserlebnis“ Bernd Zehetleitner, Einsatzleiter bei der Bergwacht Bayern und Inhaber der Bergschule Oberallgäu.

Ich habe die Gelegenheit genutzt, Bernd gleich noch einige weitere Fragen zu stellen:

Wie sucht man auf herkömmliche Art nach Vermissten vom Helikopter aus?  
Meistens optisch ohne Fernglas. Technisch gibt es noch die Möglichkeiten, mit Hilfe von Wärmebildkamera oder Handyortung zu suchen. Das ist aber sehr aufwendig und funktioniert nur selten.

Wann oder wobei gehen die meisten Menschen, die im Sommer in den Bergen vermisst werden, verloren? 
Viele werden im Rahmen von Wanderungen als vermisst gemeldet, da diese Gruppe am größten ist. Aber auch sonst ist alles möglich. Wir haben Mountainbiker, Pilzsucher, Kletterer, Schneeschuhgeher, Skifahrer, etc. Quasi alle, die in den Bergen unterwegs sind. 

Kann ich meinen Wanderrucksack mit RECCO auch im Winter verwenden?
Natürlich. Bei einer Lawinenverschüttung besteht nur das Problem, dass wenn der Rucksack vom Körper weggerissen wird, die Bergretter zuerst sofort den Rucksack finden, was wertvolle Zeit kosten kann. Aber auch im Winter sind Sucheinsätze viel häufiger als Lawinenverschüttung und auch hier wird nicht jeder Rucksack vom Körper getrennt.

Recco ist also keineswegs nur etwas für den Winter, sondern ganzjährig hilfreich.

Sicherheit sollte immer an erster Stelle stehen.

Der Cima di Basso 38W Recco

Mit dem Kletterrucksack, der in diesem Sommer mein Begleiter auf Klettersteigen und mehrtägigen Touren ist, bin ich nun seit kurzem unterwegs. Die 38 Liter des Cima di Basso sind ideal, um etwas mehr Gepäck mitzunehmen, wie z.B. auch mal einen Schlafsack für eine Hüttenübernachtung. Beim Packen spielt der wasserfeste Reißverschluss auf einer Seite eine große Rolle spielt. Dank ihm, kann man problemlos auch Wechselbekleidung von ganz unten schnell herausholen. Oder die große Spiegelreflex einhändig entnehmen, ohne dafür die Schnallen aufmachen zu müssen.

Der Hüftgurt kann bei Bedarf entfernt werden, um Platz für den Klettergurt zu schaffen – für den Klettersteig war das bei mir bisher allerdings nicht notwendig. Er ist außerdem mit einer Seilhalterung, Wanderstock-/ Eisaxthalterung ausgestattet. Das Reißverschluss-Frontfach mit elastischem Einsatz ist perfekt für den Helm, der genau hineinpasst.

Alles in allem: ein super Rucksack, der für eine besonders große Bandbreite an Touren zum Einsatz kommen kann – was, in meinen Augen, auch eine Form der Nachhaltigkeit ist. Ich habe bisher generell sehr gute Erfahrungen mit Rucksäcken von Tatonka gemacht. Meinen ersten Reiserucksack für Pfadfinderlager und meine Weltreise 2009 hatte ich über 20 Jahre im Einsatz. Mit dem Nachfolger, dem Yukon 60+10 war ich letzten Januar in Mexiko und Belize unterwegs und meinen Skill 30 kennt ihr sicherlich bereits.

Das bayerische Familienunternehmen setzt sich für faire Produktionsstätten ein und engagiert sich für Nachhaltigkeit. Die Produkte stammen aus einer “Open Factory” im Vietnam, welche man auch besichtigen kann. Da die Produktion in ihren Händen (und nicht wie sonst üblich outgesourced) ist, hat Tatonka eine viel bessere Einsicht in die Arbeitsbedingungen der Mitarbeiter. Manche Recco-Produkte sind zusätzlich mit dem Green-Label ausgezeichnet, was bedeutet, dass bei diesen Produkten vorrangig umweltfreundlichere Materialien zum Einsatz kommen.

Meine Packliste für den Klettersteig

So sieht meine Packliste für eintägige Klettersteigtouren aus:

  • Rucksack, in meinem Fall der Cima di Basso 38W Recco
  • Helm, Klettergurt, Klettersteigset
  • zusätzliche Bandschlinge und Karabiner*
  • Klettersteighandschuhe*
  • feste Bergschuhe
  • Handy mit geladenem Akku
  • Karte, Topo des Klettersteigs
  • Erste-Hilfe-Set (ergänzt mit persönlichen Medikamenten und Blasenpflastern, Taschentüchern, Klopapier, Feuerzeug, Stift)
  • Regenjacke (auch gegen den Wind!)
  • warmes Fleece/Primaloft oder Daunenjacke
  • Schal, Stirnband, Handschuhe nach Bedarf
  • Wechsel-T-shirt (und ggf. BH)
  • eventuelle Ergänzung: lange Hose/kurze Hose
  • Sonnenschutz für den Kopf
  • Sonnencreme + Lippenbalsam
  • Jause, Müsliriegel
  • Trinkwasser (mind. 1l)
  • Elektrolytpulver für heiße Tage*
  • Bargeld (Parkplatz, Hütteneinkehr)
  • Kamera
  • Stofftasche (für Kräuterfunde)*
  • Plastikmüllsack (für Müll, den man am Rückweg mit ins Tal nimmt)
  • eventuell Teleskopstöcke für den Abstieg

*Ergänzungen, die sicherlich nicht jeder dabei hat und die nicht für jeden notwendig sind.

Noch ein Tipp zum Schluss: meine liebe Kollegin Katrin hat auf ihrem Blog den Wanderrucksack Storm 25 Recco genauer vorgestellt, schaut mal rein!

PS: Pinn mich!

Du möchtest wissen, wo die Fotos entstanden sind?

Am Steingrubenkogel Klettersteig (2633m) bei Innsbruck! Los geht es auf der Kemateralm (Zufahrt über die Mautstraße). Zuerst wandert man auf dem Fahrweg zur Adolf Pichler Hütte und dann geht weiter auf die Alpenklub-Scharte. Hier zahlt es sich bereits aus einen Helm aufzusetzen, weil viel loses Gestein am Weg liegt. Der Klettersteig selbst ist mit max. C klassifiziert – man sollte nur bedenken, dass man nach 2-2,5 Stunden Zustieg (+40 min Klettersteig) doch sehr lange unterwegs ist. Die Knödel auf der Adolf Pichler Hütte schmecken danach dafür umso besser!