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WERBUNG | Ein Ausflug in Tirol in Kooperation mit dem Verkehrsverbund Tirol.

Vor einigen Tagen bin ich für einen Tag nach Kitzbühel gefahren. Je nach Verbindung dauert das nur rund 1,5h von Innsbruck aus. Gerade in der Adventszeit zahlt sich ein gemütlicher Tagesausflug so richtig aus. Wer sich eine Bahnverbindung mit Halt an der Hahnenkammbahn Station raussucht, startet die Tour direkt am Fuß der weltberühmten Skiabfahrt. Direkt gegenüber von der Station befindet sich das alte Gebäude der Hahnenkammbahn, das der Kitzbühler Künstler Alfons Walde als Architekt mitgeplant hat. Die Südseite des Gebäudes ist noch so erhalten wie früher. Berühmt geworden ist Alfons Walde aber als Maler von Winter- und Skisportmotiven, die bis heute großen Anklang finden. Aber dazu später…

Tipp: Mehr zur Anreise gibt’s wie immer ganz unten.

Unter der Woche in der Vorweihnachtszeit kann man ganz entspannt durch die Kitzbühler Altstadt schlendern, die im Mittelalter angelegt wurde. Spätgotische Fassaden, Kirchen und barocke Kunstwerke prägen das Bild. Der damalige Reichtum ist auf den Bergbau (Silber und Kupfer wurden hier abgebaut) zurückzuführen. Lange Zeit waren die Häuser grau und hatte keine Farbe, das heutige bunte Bild der Altstadt ist ebenfalls auf Alfons Walde zurückzuführen, der sich für die bunte Farbgebung eingesetzt hat.

Auf einen Sprung ins Bastians

Neu seit Winter 2019/20 ist die Bäckerei Bastians in der Altstadt. Wer durch den schmalen Gang und die selbstöffnende Tür in die Vorderstadt 21 eintritt, wird von einem großen Raum überrascht der drei verschiedene Interiordesignecken hat. Der kurze Gang erinnert mich an Lena Hoschek und könnte ebenso der Hintergrund eines Studios sein, links kommt bei mir Bikini Hotel Feeling auf und rechts tanzen die Dschungle Vibes. Hip, aber gleichzeitig sehr schick. Ich trinke einen Cappuccino und kaufe mir eine Stange Nuss-Baguette. Über das Brot kann mir zwar leider keiner der Kellner mehr erzählen, aber optisch hat es mich schonmal überzeugt. Und Brot ist sowieso immer das beste Souvenir.

Das Glockenspiel

Im Turm der gotischen Katharinenkirche (unversperrt, man kann jederzeit einen Blick ins Innere werfen!) befindet sich ein Glockenspiel, das in der ehemaligen Feuerwachstube des Turms erreichtet wurde. Es erinnert an die Gefallenen im Zweiten Weltkrieg und ist täglich um 11:00 und um 17:00 zu hören. Die Gefallenen sind übrigens auch auf Tafeln in der Kirche vermerkt, später dazugekommen sind Tafeln von Opfern des Nationalsozialisimus in der Region.

Da bei meinem Besuch gerade TV-Dreharbeiten stattfinden und ich mit dem Direktor des Kitzbühel Museums unterwegs bin, darf auch ich auf den Turm über die alte Holzstiege klettern. Der Ausblick von oben ist phänomenal! Leider kommt man sonst nicht hier hinauf… aber ich habe etwas weiter unten noch einen anderen tollen Tipp für alle Fotografen unter euch.

Im Stadtmuseum Kitzbühel

Nur ein paar Meter weiter befindet sich das Stadtmuseum Kitzbühel, das derzeit erweitert wird. Den Winter über ist der Besuch aber ungestört möglich. Während man im Erdgeschoß alles über vorchristliche Ausgrabungsfunde aus der Region erfährt, sind für mich vor allem die beiden obersten Stockwerke interessant, denn dort befindet sich die Sammlung der Werke von Alfons Walde.

Die Alfons Walde Sammlung

Unberührte Berglandschaften, Menschen vor einsamen Almen, die ersten Skifahrer am Weg durch traumhaft schöne Hänge und Ruhe ausstrahlenden Bergwelten. Das vielleicht berühmteste Bild “Der Aufstieg” hängt ebenfalls hier, wobei es von diesem Motiv viele Bilder gibt. Gegenüber hängt ein kleineres Bild vom Treiben am Skihang, das gut die Gaudi einfängt die man als Skifahrer auch heute noch nachvollziehen kann.

Ich diverse Sommermotive erinnern stark an Motive der Tirol Werbung. Weniger bekannt, aber durchaus sehenswert sind im alten Dachstuhl die Aktbilder von Alfons Walde. Der Maler war dreimal verheiratet gewesen, was ihn wohl nie vom einem eher offenen Beziehungsstil abgehalten hat. Sein Haus am Hahnenkamm oben war berüchtigt für oftmals wilde Sausen.

Tipp: vom Dachstuhl aus führt eine Tür zu einer kleinen Aussichtsterrasse. Im Winter bei Schnee ist diese zwar normalerweise geschlossen, im Sommer aber frei zugänglich. Ideal für ein paar schöne Fotos von der Stadt mit dem Wilden Kaisergebirge im Hintergrund!

Mit dem Sonnenuntergang heißt es auch für mich Abschied nehmen. In nichtmal 10 Minuten bin ich wieder am Bahnhof und warte auf den Zug der mich mit Umsteigen in Wörgl bequem nach Hause bringt. Kitschiger Föhn-Himmel inklusive.

Anreise

Am schnellsten sind die Verbindungen von Innsbruck nach Kitzbühel Hauptbahnhof. Wer es nicht eilig hat sollte aber einfach mit der S-Bahn bis zur Station “Kitzbühel Hahnenkamm” fahren, von hier sind es nur ein paar Minuten ins Zentrum.

Beispiele für Verbindungen

  • Innsbruck-Wörgl 11:14-11:43 RJ 865 und weiter…
  • Wörgl-Kitzbühel Bahnhof 11:52-12:24 REX 1515
  • oder
  • Innsbruck-Wörgl: 12:40-13:14 EC 88 und weiter mit…
  • Wörgl-Kitzbühel Hahnenkamm: 13:22-13:59 S6

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