Seit diesem Jahr sind wir hin und wieder echte Camper. Echte Camper deswegen, weil wir mit einem flexibel ausgebautem VW-Bus unterwegs sind. Davor waren wir eher “Gelegenheitscamper” und auf diversen Fernreisen eben Auto-mit-Zelt-Camper. Wie zum Beispiel in Montana, Oregon, Namibia, Korsika oder auch in Zypern. Eins haben alle diese Reisen gemeinsam: wir haben überall früher oder später eine temporäre Kühlbox gekauft.

Schön, so ein Souvenir, dass dann doch so unpraktisch ist, dass man es für den Rückflug lieber jemand am letzten Campingplatz schenkt. Aber unterwegs eben auch unverzichtbar. Denn ohne Milch zum Kaffee ist Aufstehen im Urlaub nicht das gleiche. Und es nervt, wenn man mittags im Supermarkt nicht das kaufen kann, was man am Abend essen möchte, weil es in der Hitze bis dahin vielleicht schlecht wird. Oder wenn man einen Fisch fängt, oder zwei, oder drei, oder …, und ihn nicht kühlen kann.

Für den eigenen Bus war schnell klar: wir brauchen eine gute Kühlbox. Nach langer Suche, vielen Behelfsmittel, Leihkühlboxen und Importplänen für eine sauteure Yetibox aus den USA, sind wir jetzt aber doch fündig geworden mit einer Kompressorkühlbox von Outwell. Mit dieser sind wir so zufrieden, dass ich sie gerne im Detail vorstellen möchte.

Oh hi, “Deep Cool 35”

Die Kompressor-Kühlbox vom dänische Hersteller Outwell kühlt und kühlt und kühlt. Frisst dabei nicht die Autobatterie leer (dank Unterspannungsschutz) und lässt sich aufs Grad genau einstellen. Bis zu -18 Grad. Wir begnügen uns meistens mit 0 oder an besonders heißen Tagen vielleicht -3.

Der erste “Cooldown” Probetestlauf bei uns zuhause wird akribisch genau aufgezeichnet: von 18 Grad auf -2 im Zuge von 45 Minuten. Klar, drinnen und an der Steckdose. Aber für den Anfang schonmal nicht schlecht.

Im echten Camper-Alltag haben wir die Deep Cool 35 untertags im Auto angesteckt gelassen, nachts aber ausgesteckt. Sie ist zwar nicht sonderlich laut, aber das leise Surren hört man doch und die Kälteverlust ist so gering, dass man sie locker abstecken kann beim Schlafengehen und untertags wieder ansteckt. Mit einem 60 Ah Akku kühlten wir zwei Tage ohne Probleme so durch, mit der Einstellung “medium”. Ein kleines Rechenbeispiel dazu: die Kühlbox

Wenn sie durchläuft sah das meistens so aus: 10 Minuten kühlen, 50 Minuten Ruhe. Und dann wieder von vorne. Sollte man mal wo mit Stromanschluss stehen oder in einer Wohnung/Hotel einchecken auf einem Roadtrip, kann man sie mit dem Adapter einfach normal anstecken und laufen lassen.

Dabei haben wir die Box selbst an der Bodenplatte festgezurrt, für kurze Trips stellen wir sie aber einfach auf die Doppelsitzbank und befestigen sie mit den Sitzgurten. Die Griffe sind klappbar und rutschfest.

Fact-Check

  • Kann für 12V und 230V verwendet werden (Auto und normale Steckdosen)
  • Unterspannungsschutz
  • -18 °C bis +10 °C einstellbar
  • Korb herausnehmbar (sehr praktisch auch zum Reinigen zwischendurch)
  • Sehr robuste Box, die auch mal als Sitz oder Tisch dienen kann
  • leise
  • Deckel lässt sich entweder rechts oder links öffnen – oder komplett abnehmen
  • 61 x 38 x 44 cm (Breite x Tiefe x Höhe)
  • Preis: 649,95€
  • 100%ige Empfehlung
Stühle und Kocher werden als nächstes perfektioniert ;)

Natürlich haben wir keinen Vergleich zu anderen Modellen, solche Dinge findet man auf anderen Testseiten aber sicherlich. Die Sache ist die: wir brauchen keinen Vergleich, wir sind vollkommen glücklich mit der Kühlbox so wie sie ist.

Seitdem gibt es auf unseren Reisen Butter, Käse, echte Milch und abends mal ein kühles Bier oder eine eiskalte Flasche Weißwein. Neben einer guten Matratze, kann ich mir auf Campingtrips nichts Wichtigeres vorstellen. Als nächstes wird der Campingtisch aus Ultralight-Holz gebaut (in der Heckklappe verstaubar), wir brauchen noch schöne Stühle und die Sache mit dem Kocher ist auch noch nicht ganz ausgereift. Meistens ist es eben besser sich Zeit zu lassen und gute Dinge nach und nach anzuschaffen. Dann hält die Freude auch länger.

In diesem Sinne: Ein Hoch auf das Reisen mit einer guten Kühlbox!

Weitere Infos: www.outwell.com

//Die Kühlbox wurde mir von Outwell zur Verfügung gestellt, vielen herzlichen Dank! Mein Bericht ist davon unabhängig und meine gesammelten Erfahrungen spiegeln meine eigene Meinung wieder.