Atemberaubend schön und spektakulär ist die Bergkulisse die Corvara umgibt. Das Dorf Corvara liegt mitten in den Dolomiten, im Gardertal. Es gehört gerade noch zu Südtirol, die Grenze zu Belluno ist jedoch nur ein paar Kilometer entfernt.

Die Einheimischen sprechen hier in erster Linie Ladinisch und das mit Vorliebe. Ebenso wie im Grödnertal, das nur einen Katzensprung über den Grödner Pass weit weg ist – allerdings ist im Gardertal die zweite Sprache bereits Italienisch, nicht Deutsch. Und so erlebt man in Corvara ein besonders italienisches Flair. Nicht jeder spricht mehr Deutsch, man packt also seine Urlaubsitalienischkenntnisse aus und schaltet hie und da einfach auf Englisch um. Wer Sprachen und Berge liebt, wird sich hier zuhause fühlen.

Das Hotel Posta Zirm liegt am vermutlich schönsten Fleck des Dorfes und bekommt bei unserem Besuch im Juli abends die letzten Sonnenstrahlen ab. Touristen und Locals sitzen dann gerne auf der Terrasse mit einem Aperitivo, zu dem Chips und ein kleines Speckbrot gereicht wird. La dolce vita par excellence!

Corvara (auf deutsch manchmal auch Kurfar) mit Blick auf den Sassongher.

Zimmer

Im modernen, geräumigen Zimmer 325, welches wir als die ersten Gäste der Sommersaison 2020 bewohnen dürfen, findet man viel Holz, angenehm weiße Wände und passend ausgesuchte Bilder an den Wänden. Die sind natürlich Geschmackssache – mir gefällt’s!

Vom Wohnzimmerbereich (mit sehr praktischer Tischecke) und aus dem Schlafzimmer führt jeweils eine Tür auf den Balkon, von dem aus man Blick in die Berge hat und die Sonne genießen kann. Abends lauschen wir einem Gespräch von sechs Einheimischen, die sich offensichtlich gerade zufällig getroffen haben. Ladisch klingt exotisch, nur ab und zu können wir ein Wort herausfiltern und auch nur dann, wenn es Deutsch oder Italienisch ist. Schön, dass es hier so aktiv gesprochen wird!

Im Badezimmer gibt es zwei Physiotherm-Sitze, die auch im Sommer an verregneten Tagen für einen kleinen Spa-Genuss sorgen, wenn der hoteleigene Saunabereich noch nicht geöffnet hat untertags. Zu dem gehören übrigens ein Schwimmbecken (unbedingt alle Knöpfe drücken – es warten mehrere Bubbles, eine Gegenstromanlage und Wasserfälle darauf entdeckt zu werden) und ein Nacktbereich mit verschiedenen Saunen.

Blick vom Balkon.

Wanderungen rund um Corvara

An den zwei Tagen, an denen wir zu Besuch sind regnet es leider sehr viel, weswegen wir nicht allzuviel unternehmen können. Die Fahrt mit dem Boé Lift zum Lech de Boé heb ich mir also für ein anderes Mal auf. Auch die Tour auf den Sassongher lassen wir bei dem Wetter lieber, die kommt ebenfalls auf die Liste, so wie die Wanderung zu den Armentara-Wiesen von Heiligkreuz (bei Badia).

Das Hotel bietet drei Mal die Woche eine geführte Wanderung an: Montags eine Orientierungswanderung, Mittwoch eine längere Tour und Samstag eine Wanderung mit der Chefin und Wanderführerin Silvia. An den übrigen Tagen kann man z.B. am geführte Wanderprogramm von Alta Badia teilnehmen oder die Gegend auf eigene Faust erkunden.

Trotz Regen schnappen wir uns die Fahrräder, die man als Hotelgast gratis mieten kann und fahren mit dem Piz La Ila Lift auf das Hochplateau hinter derm Hotel. Leider regnet es auch hier bald, wir kommen durchnäßt wieder im Hotel an, aber ein Ausflug ist immerhin besser als kein Ausflug. Inklusive sind übrigens die normalen Mountainbikes – Helm oder ein eBike kosten extra. Am besten bestellt man sie am Vortag vor, der Rad-Shop ist direkt ums Eck vom Hotel und sehr freundlich!

Radtour im Regen, hier sogar mit Ausblick!

Essen

Morgens gibt es ein Frühstücksbuffet, das keine Wünsche offen lässt, abends wird teils serviert und teils gibt es ein Buffet. Das Menu besteht aus 5 Gängen – hungrig bleibt hier garantiert niemand. Dazu gibt es herrliche Weine aus Italien und einen schönen Blick nach draussen.

Entrecôte mit cima di rapa.
Die Lounge

Neben einer Bar gibt es auch einen Lounge-Bereich, in dem eine gute Bibliothek sich befindet mit Wanderliteratur (Deutsch und Italienisch), Alpenblumen-Guides und auch Infos zu Klettersteigen. Für weitere Fragen bei der Tourplanung stehen die Besitzer täglich zur Verfügung.

Perfekt für…

…alle, die mitten in den Dolomiten und trotzdem im Zentrum eines Ortes mit Geschäften, Bars und Cafes sein wollen.

PS: In der Gegend könnte man auch richtig viele Klettersteige gehen!

Preise

Ab €129,00 pro Person/Nacht im Doppelzimmer – stark von der Zimmerkategorie und Saison abhängig. Weiter Infos und Angebote.

Kontakt

Posta Zirm
Str. Col Alt, 95
39033 Corvara in Badia BZ | Italien
www.postazirm.com

Anreise

Mit dem Bus: Der öffentliche Bus aus dem Grödnertal oder aus Bruneck hält direkt vor der Haustür des Hotels – besser könnte das Hotel nicht angebunden sein!

Mit dem Auto: Aus dem Norden über das Pustertal und bei Bruneck in den Süden nach Corvara. Schön für die Heimreise: die Strecke über den Grödnerpass nach Gröden und weiter Richtung Eisacktal (etwas nördlich von Bozen).