Vor dem Abend ins Gschnitztal

Fast wären wir nicht hierher gekommen. Fast hätten wir an unserem ursprünglichen Plan festgehalten und wären an diesem wolkigem Herbstsonntag zum Obernbergersee gefahren. Was Neues will ich sehen, hat sie gesagt. Auf der Karte, da liegt noch ein Tal, das ich noch nie besucht habe. Gschnitztal heißt es, hat sie gesagt. Und er hat das Auto umgedreht.

Das Gschnitztal zweigt westlich bei Stainach am Brenner ab. Elf Kilometer sind es bis Gschnitz, hier parken wir das Auto und gehen los. Es ist zu spät im Jahr um zur Innsbrucker Hütte aufzusteigen (beliebter Ausgangsort für eine Besteigung des Habichts) und auch die auf einem Holzplakat beworbene Blaserhütte liegt für heute zu weit weg. Also schlendern wir am Bach entlang ins Tal hinein.

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Immer am Bach entlang ins Gschnitztal.
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Verloren geht man hier nicht so schnell.

Schönstes Hütten-Werbeplakat.

 

Einige gespottete Fische später stehen wir am eigentlichen Ende des Tals, dort wo sich ein großer Parkplatz befindet und wo auch das Mühlendorf Gschnitz steht. Ein Mühlenmuseum! Wer hätte das gedacht. Drei Euro kostet der Eintritt und wir stehen praktisch schon drinnen. Jetzt zur kalten Jahreszeit spielt sich hier nicht mehr viel ab. Aber wir staunen über die alten Geräte. In fast jedem Häusschen hängen alte Brotschneider an der Wand. Die waren früher wohl sehr beliebt hier.

Mühlenmuseum in Gschnitz.
Mühlenmuseum in Gschnitz.

Dann geht es weiter mit unserem Spaziergang. Über einen schönen Waldweg erreichen wir den Talschluss und kehren bei der Laponesalm ein. Es gibt Knödel, Kuchen und gute Unterhaltung zum Mithorchen am Nebentisch.

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Einkehr auf der Laponesalm.
Einkehr auf der Laponesalm.

Und weil wir faul sind, und auch ein bisschen kränklich, ziehen wir statt einem weiteren Aufstieg zu den Seen am Weg in Richtung Bremer Hütte, die gemütliche Wanderung zurück zum Auto vor.

Ein malerisches Tal, dieses Gschnitztal. Fast als hätten Poeten es beschrieben und Maler es gebaut.

Herr bleibe bei uns denn es will Abend werden.
Herr bleibe bei uns denn es will Abend werden.

Wandern im Gschnitztal:

Zur Laponesalm sind es nur rund 40min vom Parkplatz Feuerstein. Etwas mehr von Gschnitz aus. Das Mühlendorf Gschnitz hat ab Mitte Mai 2016 wieder offen. Im Winter gibt es hier statt Skiliften und Apres-Ski übrigens Langlaufloipen. Wer zum Bergsteigen kommt kann zB über die Innsbrucker Hütte auf den Habicht. Oder zur Bremerhütte. Oder aber eine Tour zum Gschnitzer Tribulaun machen.

Das Tal ist von Innsbruck aus in einer halben Stunde erreichbar. Nach Innsbruck? Mit dem Flugzeug, der Bahn oder dem Auto. Zum Beispiel einfach ein Lastminute.de Angebot buchen, die mit diesem Artikel den Blog unterstützen und in ihrem Hotelangebote Tiefpreise für HotSpots wie das Adlers, den Grauen Bären oder das Ramada Hotel haben.

 

 

 

 

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