Original Tiroler Kaspressknödel mit Schnittlauch


Werbung | In Kooperation mit SPAR Österreich 

Es ist ein sonniger Tag, als ich in der Nähe des Hintersteiner Sees bei Kufstein in einem etwas ungewöhnlichen Feld stehe. Hinter mir der See, vor mir jede Menge Schnittlauch und noch weiter vor mir  der Pendling. Laut meiner lieben Kollegin Marika gibt es am Gipfelhaus des Pendlings nämlich aktuell die besten Kaspressknödel. In Sachen Kaspressknödel hat in Tirol so ziemlich jeder seinen Lieblingsort – und auch sein Lieblingsrezept. So ist das auch in Michael Strillingers Familie.

Direkt zum köstlichen Kaspressknödel Rezept mit Schnittlauch!

Michael ist Herz und Hirn Gemüse- & Kräuterbauer. Der Hof liegt auf 600m auf einem sonnigen Hang, in der Nacht kühlt es gut ab, die Pflanzen werden stark. Auf 14.000m² werden hier in einem top-modernen Gewächshaus Kräuter ökologisch gezüchtet, weitere 20.000m² Freiland liegen ringsum. In erster Linie produziert der Betrieb Basilikum, Schnittlauch und Petersilie – die gefragtesten Küchenkräuter. Der Großteil dieser Kräuter geht direkt in der Verkauf in SPAR-Supermarkt Filialen.

Während das Genoveser Basilikum, mit den amüsanten Sortennamen Werner oder Marian, innerhalb von 5 bis 8 Wochen verkaufsfertig heranreift, ist Schnittlauch eine ganz andere Geschichte. Schnittlauch anzubauen ist ein langwieriger Prozess, der im Frühsommer mit den ersten Trieben beginnt. Sind die Topfpflanzen nach einigen Wochen groß genug, werden sie im Topf aufs Feld gestellt. Dort verbringen sie ihren ersten Sommer quasi auf Almfrische und werden groß und stark. Im Winter, kurz vor dem ersten Schneefall holt Michael die Töpfe dann wieder ins Haus. Genauer gesagt ins Gefrierhaus, denn hier bei minus 7 Grad kann er den Schnittlauch überwintern. Wie in der Natur auch verwelkt der Schnittlauch, die Kraft der Pflanze zieht sich in die Zwiebel zurück. Erst wenn im Frühjahr die Temperaturen wieder ansteigen wächst neues, kräftiges Kraut empor.

So kann der Schnittlauch je nach Bedarf nach und nach „aufgetaut“ werden. Dabei muss man vorsichtig vorgehen, meistens werden die Pflänzchen erst abends herausgestellt um über Nacht langsam aufzutauen. Zuerst im Schatten, später in der Sonne. Die schönen, grünen Pflanzen werden dann im Supermarkt verkauft.

Profitipps für Schnittlauch

Eine gute Pflanze, kann man ruhig viermal komplett abschneiden und nachwachsen lassen. Dabei geht man am besten im Kreis vor und schneidet sich 3-4cm über der Erde immer soviel ab wie man braucht. Dadurch entsteht eine Schnecke und es gibt immer genug frischen Schnittlauch. Am wohlsten fühlt sich der Schnittlauch übrigens an der frischen Luft, nicht in der stickigen Küche. Nach der „Saison“ setzt man den Schnittlauch einfach in den Garten oder auf den Balkon. Über den Winter sammelt sich die Kraft wieder in der Zwiebel und im Frühling treibt sie neu aus. Die Plastiktöpfe hebe ich auf und verwende ich weiter für meine eigenen Samen und Setzlinge.

Frischer, kräftiger Bio-Schnittlauch aus dem Topf von SPAR.
Die Zutaten für Kasspressknödel mit Schnittlauch.
Die Zutaten für Kasspressknödel mit Schnittlauch.

Kaspressknödel für alle!

Nichts geht über einen deftigen Kaspressknödel in einer köstlichen Suppenbrühe – oder im Sommer auch auf einem knackigen Salat. Es gibt in Sachen Kaspressknödel allerdings ein paar essentielle Fragen, die in die Bewertung einfliessen:

Darf, muss oder soll Graukäse drin sein? Graukäse ist ein sehr deftiger Käse, der aus Kuhmilch hergestellt wird und sehr fettarm ist. Zunächst hat er eine weiße-bröselige Konsistenz und wird mit der Zeit gelb-speckig. Es schmeckt am besten, wenn man ihn mit Essig und Öl mariniert – oder eben in die Kaspressknödel gibt. Meine Antwort ist: in den Tiroler Kaspressknödel gehört auf jeden Fall Graukäse!

Mit oder ohne Kartoffeln? Manche reiben bereits gekochte Kartoffeln in die Knödel, ich persönlich würde dazu tendieren sie weg zu lassen – außer es sind gerade welche vom Vortag da. Im Alpbachtal macht man Kaspressknödel offenbar mit Topfen und Kartoffeln und lässt die Semmelwürfel komplett weg.

Welcher Käse kommt rein und wieviel davon? Nicht zu viel und nicht zu wenig. Wichtig ist für mich, dass der Käse nicht gerieben, sondern gewürfelt ist und auch, dass er gemischt wird. Mir ist nur Graukäse alleine (wie er zB auf der Rumer Alm gemacht wird) zu einschlägig im Geschmack. Ideal ist eine Mischung mit einem Bergkäse 50:50. Statt Bergkäse geht auch Gruyere.

Sind sie knusprig braun? Ein Kaspressknödel braucht viel Aufmerksamkeit und Sogfältigkeit, sonst verbrennt er beim Frittieren. Wird er nicht gut geformt fließt das heiße Fett in den Knödel und macht ihn unnötig schwer. Man achte also auf eine geschlossene Oberfläche und bewache ihn gut wenn er im Butterschmalz vor sich hin brät. Zum Binden kann man auch ein wenig Mehl mit reinmischen. Knusprig wird er entweder frisch serviert oder erhitzt. Auch knusprig schmeckt eine leichte Panier aus Semmelbrösel.

Rezept für die perfekten Kaspressknödel

  • 250g Semmelwürfel (Knödelbrot/gewürfeltes Weißbrot)
  • 2 ganze Eier
  • 250ml Milch
  • 100g Graukäse gewürfelt
  • 100g Bergkäse gewürfelt
  • 1 Zwiebel – klein gewürfelt
  • 1 Knoblauchzehe – mini klein gehackt
  • Butter zum Anschwitzen
  • Salz und Pfeffer zum Abschmecken
  • Frische Petersilie und Majoran – fein gehackt
  • Butterschmalz zum Frittieren
  • Suppe oder Salat zum Servieren
  • reichlich frischen Bio-Schnittlauch zum Garnieren

Zuerst schwitzt man den gehackten Zwiebel und den Knoblauch in einem großen Topf mit etwas Butter an. Achtung, die Zwiebel sollen nur glasig werden, nicht braun. Den Topf vom Herd nehmen und die Milch hinzugießen – diese sollte warm werden. Erst dann kommen die Semmelwürfel und der Rest (Eier, Käse, Kräuter) hinzu – gut umrühren, gerne auch einfach mit den Händen. Salzen und Pfeffern nicht vergessen!

Nun sollte man die Mischung locker 20 Minuten stehen lassen. In der Zeit bindet sich die Mischung und bildet eine patzige Masse.

Mit nassen Händen formt man nun die Knödel, wobei ich aus der angegebenen Menge zehn Knödel rausbekomme. Ich mag es nicht wenn sie zu groß sind – lieber etwas kleiner und bei Bedarf mehr davon! Die Knödel werden flachgedrückt. Dabei nochmal schauen, dass sie keine „Risse“ haben. Jetzt werden sie im heißen (muss bereits heiß sein bevor der erste Knödel rein wandert!) Fett gebraten. Erfahrungsgemäß rund 3 Minuten pro Seite, dann kurz abtropfen und auf eine Küchenrolle legen.

Kaspressknödel mit Salat!

Für die sommerliche Variante: Als Salate eigenen asiatische Salatblätter, die an Senf erinnern. Auch gut geeignet sind junge Spinatblätter, Sauerampfer, junge Löwenzahnblätter oder auch Rucola. Je bunter gemischt umso besser. Als Dressing reicht mir ein gutes Olivenöl und eventuell ein paar Tropfen Weißweinessig – bloß nicht übertreiben – der gute Geschmack der Blätter soll nicht übertönt werden. Schnittlauch drüber und servieren!

Der fertig geformte Knödel wartet darauf im Butterschmalz herausgebacken zu werden.
Der fertig geformte Knödel wartet darauf im Butterschmalz herausgebacken zu werden.
Die fertig frittierten Knödel.
Zehn kleine Kaspressknödel lagen auf dem Tisch – einer hat besonders gut ausgesehen, da waren’s nur noch neun.

Kaspressknödel in der Suppe

Wer eine gute Rinderbrühe hat, kann diese nehmen, ansonsten reicht auch eine Gemüsesuppe. Ich habe immer selbst gemachtes Suppengewürz zuhause – das koche ich im Wasser auf, lass es eine Weile köcheln und fertig ist die Basis. Frischen Schnittlauch drüber und heiß servieren!

Kaspressknödel ganz klassisch in der Suppe.
Kaspressknödel ganz klassisch in der Suppe.

 

Esst ihr auch gerne Kaspressknödel? Dann verratet mir doch wo es eurer Meinung nach die besten gibt, bzw. welche Zutat für euch essentiell ist.

 

1 Comment

  • WOW! Ich liebe Kaspressknödel ja, aber habe noch nie überlegt selbst welche zu machen… irgendwie ist das immer so ein Urlaubsding wenn wir in Tirol sind. Glaube jetzt ändert sich das aber bald mal, danke für das super schöne Rezept!

    Andi

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